Dienstag, 4. September 2012

Die Leiden eines Betreuers Teil 2 Bagger gucken fetzt (drauf stehen ist was anderes)


Den Alltag lassen wir jetzt einfach mal unberichtet und kommen gleich zum Höhepunkt, der seinen Namen dann auch verdient hat. Obwohl ein Teil der Truppe sich schon auf der Fahrt zu den Baggern in Ferropolis im Schlafen übte waren die Augen dann doch wieder offen, um sich die stählernen Ungetüme aus der Nähe zu betrachten. Die Eisendrachen interessierte das zwar wenig und wenn man die so sah, wirkten sie auch wie eine Gruppe von Typen die einfach nur wo rumlungern, aber bei der Größe, war das dann schon cool.
Da neben dem Gucken auch informieren auf dem Programm stand, wurden die Campteilnehmer  in zwei handliche Gruppen geteilt und über das Gelände geführt. Ich für meinen Teil verzog mich unter dem Vorwand der journalistischen Fotografie und erkundete das Areal erst mal durch das Auge der Kamera.
Da die übergroßen Kohlearbeiter immer brav still hielten, hatte ich auch bald genug Bilder gesammelt und schlich mich dann wieder in eine der Gruppen ein, um doch noch die nötigen Informationen für ein späteres Fachgespräch über große Bagger zu sammeln. Das fühlte sich dann auch an wie es sollte und man trotte der gutgelaunten jungen Dame hinterher die nicht müde wurde uns dieses Kulturerbe näher zu bringen. So weit so gut, begab es sich dann aber bald so, dass uns der Weg vom eigentlichen ebenerdigen Pfad abkommen ließ und wir uns auf einem der rostigen Rentner wiederfanden. Die folgenden 10 Minuten, waren geprägt von den Gedanken „Nicht nach unten gucken“, „Festkrallen wo es nur geht“ und „Leise winseln ist ok, weinen nicht“. Natürlich ist so ein Ausblick immer was Tolles und gerade für den Fotografen in mir eine super Gelegenheit, aber was mich doch am meisten begeisterte, war die Tatsache, dass ich nicht in Panik ausgebrochen bin.
Wieder runter vom dem großen Ding, ging es dann auch gleich weiter zum nächsten Highlight und der war dann nicht viel mehr als ein Spielplatz der von der Jugend in Beschlag genommen wurde. Sehr schön.
Die Führung ging dann aber auch weiter, nicht ohne Protest versteht sich und wir konnten uns noch ein wenig in dem Museum umschauen, welches dann auch schweigend hingenommen wurde. Zumindest die untere Etage. Das obere Stockwerk hatte neben der Brücke der ältesten Enterprise dann noch ein Skelett von einem Waldelefanten zu bieten der hier wohl mal gewohnt haben muss. Der hatte mit einem Elefanten dann aber nicht mehr viel gemein und wirkte eher wie die Reste einer Dinosaurier-Grillparty .
Auf der Rückfahrt, gab es dann noch mal ein Nickerchen für alle die wollten und als Überraschung noch eine kleine Fahrt zum Bitterfelder Bogen. Auch schön, nur hatte ich mich schon genug gegen meine Höhenangst aufgelehnt und verzichtete einfach mal auf den Aufstieg. Man muss ja nix provozieren.
Lagerfeuer und gute Laune, haben den Abend dann auch sehr zeitig ausklingen lassen. Denn die Nacht sollte keine lange Nacht werden.

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